Dlf 13.04.2026
23:47 Uhr

Landgericht sieht kein antisemitisches Motiv - Nach Angriff auf jüdischen Studenten in Berlin: Haftstrafe in Berufungsprozess verkürzt


Im Berufungsprozess um den Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Angeklagte zu einer kürzeren Haftstrafe als in der ersten Instanz verurteilt worden.

Landgericht sieht kein antisemitisches Motiv - Nach Angriff auf jüdischen Studenten in Berlin: Haftstrafe in Berufungsprozess verkürzt
Das Landgericht Berlin sah im Gegensatz zum Amtsgericht Tiergarten kein antisemitisches Motiv bei dem 25-jährigen Beschuldigten. Es verkürzte die ursprüngliche Haftstrafe um sechs Monate auf zweieinhalb Jahre. Bestehen blieb der Straftatbestand der gefährlichen Körperverletzung.
Der Angeklagte hatte die Gewalttat bereits im ersten Verfahren gestanden und um Vergebung gebeten. Den Vorwurf von Antisemitismus hatte der ehemalige Kommilitone des Opfers zurückgewiesen.
Bei dem Angriff im Februar 2024 war der jüdische Student schwer verletzt worden. Die Tat - wenige Monate nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel - hatte damals bundesweit für Aufsehen gesorgt.
Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.