Dlf 18.04.2026
06:41 Uhr

Klimaschutz - Demonstrationen für Erneuerbare Energien in Hamburg, Köln, Berlin und München


In Hamburg, Köln, Berlin und München haben sich tausende Menschen zu Demonstrationen für den Ausbau Erneuerbarer Energien versammelt. Die Initiatoren fordern eine Abkehr von Kohle, Öl und Gas und kritisieren die Politik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU). Der stellvertretende Grünen-Vorsitzende Giegold sagte im Deutschlandfunk, Reiches Politik führe zu einer Blockade bei den Erneuerbaren.

Klimaschutz - Demonstrationen für Erneuerbare Energien in Hamburg, Köln, Berlin und München
Die Demonstrationen stehen unter dem Motto "Fossile Energien bedrohen unsere Sicherheit" und wurden von einem Bündnis aus 26 Organisationen und Verbänden angemeldet. Unter anderem Greenpeace, WWF, Fridays for Future, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch und das Netzwerk Campact fordern, den Ausbau von Sonne- und Windkraft zu beschleunigen. Das schütze vor eskalierenden Kosten wie zuletzt vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs.

Giegold (Grüne) kritisierte Gesetzentwürfe von Ministerin Reiche

Auf den Kundgebungen wollen auch Politikerinnen und Politiker von Grünen, Linkspartei und SPD sprechen. Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen, Giegold, sagte am Morgen im Deutschlandfunk, Bundeswirtschaftsministerin Reiche habe mehrere Gesetzentwürfe erarbeiten lassen, die dem Ausbau der erneuerbaren Energien entgegenwirkten. Dies führe zu einer Blockade und widerspreche dem Koalitionsvertrag. Giegold warnte vor einer weiteren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Greenpeace wirft Regierung "Zickzackkurs" vor

Ähnlich äußerte sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Der geschäftsführende Vorstand Kaiser sprach von einem Zickzackkurs der Bundesregierung ohne jeglichen Kompass. Zudem kritisierte er die geplanten Steuersenkungen auf fossilen Sprit. BUND-Geschäftsführerin Graichen warf Wirtschaftsministerin Reiche vor, sie setze die Wunschliste der Gaslobby um. Um zukunftsfähig zu bleiben, müsse man die Ära der fossilen Brennstoffe hinter sich lassen und auf nachhaltige Alternativen setzen.
Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.