Es sei nur angemessen, dass diejenigen, die Profiteure des Wasserwegs seien, mit dafür sorgten, dass dort nichts Schlimmes passiere. Eine ähnliche Aufforderung hatte Trump zuvor ausgesprochen und dabei auch China, Japan und Südkorea genannt. Peking drohte er, das geplante Treffen mit Staatschef Xi in wenigen Wochen zu verschieben.
Etliche Länder, darunter die NATO-Mitglieder Großbritannien und Deutschland, haben sich dazu bereits zurückhaltend geäußert. Bundesaußenminister Wadephul schloss eine deutsche Beteiligung an einem Marine-Einsatz in der Straße von Hormus vorerst aus. Er sehe dafür keine unmittelbare Notwendigkeit, sagte Wadephul im ARD-Fernsehen. Zudem müssten Deutschland und Europa erst einmal in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Konkret forderte er von den USA und Israel mehr Informationen über Kriegsziele und weitere Planungen.
Hardt: NATO-Austritt der USA unwahrscheinlich
Auch der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, hält einen Militäreinsatz in der Straße von Hormus für nicht sinnvoll. Auch mit Marineschiffen könne Reedern nicht garantiert werden, die Meerenge sicher zu durchfahren, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Trump habe die Situation unterschätzt. Hardt glaubt zudem nicht an einen NATO-Austritt der USA, wenn es nicht zu einem Marineeinsatz in der Straße von Hormus kommt. Man müsse mit dem US-Präsidenten darüber reden, ob das, was er erwarte und verlange, eine realistische Chance habe, sagte Hardt. Ein Marineeinsatz in der Straße von Hormus gehöre nicht dazu. Dass die USA als Konsequenz aus der NATO austreten, hält Hardt für unwahrscheinlich. In Washington seien Senat und Kongress überzeugt, dass ein solcher Schritt keinen Vorteil für Amerika habe. Ein NATO-Austritt würde daher zu einer massiven Konfrontation zwischen dem Präsidenten und den beiden Parteien im Kongress führen.
Die EU-Außenminister beraten heute in Brüssel über die Lage im Nahen Osten.
Über die Entwicklungen im Iran-Krieg halten wir Sie auch in unserem Nachrichten-Blog auf dem Laufenden.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
