Das Fluggerät sei nach dem Fund mit einem Sprengstoffroboter untersucht worden, der Zünder sei entfernt worden. Auch die NATO, für die solche Flugzeuge von Leipzig aus im Einsatz sind, bestätigte den Vorfall. Der Betrieb am Flughafen wurde in der Nacht vorübergehend eingestellt, mehrere Maschinen wurden umgeleitet.
Weiterer Zwischenfall bestätigt: Flugzeug kollidiert mit unbekanntem Objekt
Später kam es offenbar zu einem weiteren Zwischenfall. In der Nähe des Leipziger Flughafens kollidierte eine Maschine mit einem bislang unbekannten Objekt. Das Flugzeug konnte wegen des Funds der Drohne nicht in Leipzig/Halle landen und musste durchstarten, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte. Dann sei es "anscheinend mit etwas kollidiert" und habe anschließend in Hannover landen können.
Bundesinnenminister Dobrindt unterbricht Urlaub
Der sächsische Innenminister Schuster stufte die Entdeckung einer Drohne mit Sprengsatz am Flughafen Leipzig/Halle als "sehr ernsten Sicherheitsvorfall" ein. Deshalb ermittelten Landes- und Bundessicherheitsbehörden unter Hochdruck Hand in Hand, sagte der CDU-Politiker. Er stehe in engem Kontakt zu Bundesinnenminister Dobrindt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, unterbricht dieser seinen Urlaub, um am Abend in Leipzig an einer Lagebesprechung mit den Chefs der Sicherheitsbehörden teilzunehmen.
Gewerkschaft sieht Polizei gut gerüstet
Die Gewerkschaft der Polizei hat nach dem Zwischenfall die Abläufe in der Zusammenarbeit der Behörden begrüßt und die gute technische Ausstattung der Bundespolizei hervorgehoben. Die Vorkommnisse hätten gezeigt, dass sich die hochmoderne Ausrüstung auszahle und die Alarmsysteme gut funktioniert hätten, sagte der GdP-Chef für die Bundespolizei, Roßkopf, der "Rheinischen Post". Die Bundespolizei sei an den deutschen Flughäfen mittlerweile gut dafür ausgestattet, um die Flugbewegungen von Drohnen zu beobachten und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
