Dem Gewerkschaftsbund CGT zufolge beteiligten sich insgesamt rund 300.000 Menschen, allein in der Hauptstadt Paris seien es rund 70.000 gewesen. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst beklagen Verluste beim Realeinkommen. Sie hätten seit knapp zehn Jahren lediglich fünf Prozent mehr Geld erhalten. Die Inflation habe in dieser Zeit jedoch 24 Prozent betragen, hieß es.
Die teils gewaltsamen Proteste gegen eine schlechte Ausstattung von Gymnasien in Frankreich wurden derweil ausgeweitet. Etwa 340 Schulen im ganzen Land seien von Blockaden oder Protestaktionen betroffen gewesen, teilte das Bildungsministerium in Paris mit. Es habe 40 Festnahmen und zehn Verletzte gegeben, darunter Schüler und Lehrkräfte. Einer der Auslöser für die Kundgebungen ist der bevorstehende Haushaltsplan der französischen Regierung. Darin sollen Kürzungen von insgesamt 54 Milliarden Euro vorgesehen sein.
Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
