Wo die Industrie blockiere, sei es Aufgabe der Politik, Führung zu zeigen und diese durchzusetzen, sagte Parteichefin Brantner dem Handelsblatt. Sie sprach von einem schweren Rückschlag für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik in einer zunehmend gefährlichen Welt. Wenn es schlecht laufe, habe man am Ende gar kein europäisches modernes Kampfflugzeug, oder nur eines mit amerikanischem Motor. Das sei fahrlässig, führte Brantner aus.
Die französische Regierung hatte gestern bestätigt, dass FCAS nicht weitergeführt wird. Präsident Macron und Bundeskanzler Merz seien zu dieser Übereinkunft gekommen. In einer Stellungnahme hieß es, die Bundesregierung sei der Ansicht gewesen, die Unternehmen Dassault und Airbus würden nicht mehr zusammenfinden.
Das gemeinsam geplante Kampfflugzeug galt als eines der wichtigsten europäischen Rüstungsprojekte. Es sollte ab 2040 die deutsche Flotte der Eurofighter sowie die französischen Rafale-Maschinen ersetzen. Auch Spanien wollte an dem Projekt mitwirken.
Röwekamp (CDU) für neue internationale Kooperationen
Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Röwekamp, sprach sich für neue internationale Kooperationen aus. Deutschland verfüge mit Großbritannien, Spanien und auch Schweden über starke europäische Partner, die ein großes Interesse an der Entwicklung der nächsten Generation von Luftkampfsystemen hätten, sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Jetzt solle man die Chance nutzen, tragfähige Kooperationen zu schmieden.
Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
