Dlf 13.06.2026
12:43 Uhr

Einstweilige Verfügung - US-Regierung muss Erinnerungen an die Sklaverei in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen wieder anbringen


Die US-Regierung muss ihre Eingriffe in die Erinnerungskultur in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen vorerst rückgängig machen. Das hat eine Bundesrichterin entschieden.

Einstweilige Verfügung - US-Regierung muss Erinnerungen an die Sklaverei in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen wieder anbringen
Das Vorgehen der Regierung habe zum Ziel, "die Geschichte der Nation mit einem Korrekturstift umzuschreiben", schrieb die Richterin aus Boston in ihrer einstweiligen Verfügung. Sie richtet sich an die Aufsichtsbehörde der Nationalparks, in deren Verantwortung auch öffentliche Denkmäler liegen
US-Präsident Trump hatte sein Innenministerium im März vergangenen Jahres angewiesen, sämtliche Gedenkstätten, -tafeln, Statuen und Ähnliches darauf zu überprüfen, ob sie die Geschichte der USA in ein schlechtes Licht rücken. Als Grund nannte Trump einen angeblich breit angelegten Versuch, die Geschichte des Landes als rassistisch und unterdrückerisch umzuschreiben.
In der Folge verschwanden bundesweit etwa Gedenktafeln, die Sklaverei thematisierten - so auch an George Washingtons ehemaligen Haus in Philadelphia.
Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.