Dlf 25.08.2026
16:47 Uhr

Eckpunkte - Finanzministerium plant umfangreichere Zuckersteuer als bekannt


Die von der Regierung geplante Zuckersteuer könnte umfangreicher ausfallen als bisher bekannt. Laut einem Eckpunktepapier soll die Steuer nicht nur für zuckerhaltige Getränke wie Limonade erhoben werden, sondern auch für Nektar, Smoothies und getreidebasierte Getränke wie Hafermilch. Auch mit Süßstoff gesüßte Getränke seien betroffen.

Eckpunkte - Finanzministerium plant umfangreichere Zuckersteuer als bekannt
Konkret ist die Rede von Getränken "mit Zucker und/oder Süßungsmitteln" sowie von "Zucker-/süßungsmittelhaltigen Granulaten". Nicht betroffen wären 100-prozentige Fruchtsäfte oder reine Milch. Das Bundesfinanzministerium schlägt laut dem Bericht vor, dass die Höhe der Steuer sich nach dem Zuckergehalt richten und zwischen 26 und 38 Cent liegen soll.

Ziel: Weniger Zucker und Einnahmen für Haushalt

Im Papier, das auch dem Deutschlandfunk vorliegt, heißt es, die Zuckergetränkesteuer solle eine Lenkungswirkung hinsichtlich weniger Zuckergehalt in Getränken bewirken und auch Einnahmen für den Bundeshaushalt generieren.
Im Finanzministerium hieß es, die Federführung für das Vorhaben liege beim Bundesgesundheitsministerium. Das Gesundheitsministerium ließ eine Anfrage unbeantwortet.

Lob und Kritik

Die Verbraucherorganisation Foodwatch begrüßte den Plan als großen Wurf für die Gesundheit von Kindern. Aus der Union kam Kritik. Die Pläne von Finanzminister Klingbeil schössen über das Ziel hinaus, sagte CDU-Fraktionsvize Stegemann dem Nachrichtenportal Politico. Die Ausweitung auf möglichst viele Getränke diene erkennbar in erster Linie der Haushaltskonsolidierung. Auch das Agrarministerium kündigte Widerstand an.
Diese Nachricht wurde am 25.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.