Dlf 09.10.2026
12:13 Uhr

Debatte über AfD-Verbotsverfahren - Holocaust-Überlebende und Komitee-Präsidentin Umlauf: "Brauchen rasch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe"


In der Debatte über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren fordert das Internationale Auschwitz Komitee, zügig eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzusetzen.

Debatte über AfD-Verbotsverfahren - Holocaust-Überlebende und Komitee-Präsidentin Umlauf:
Die Auschwitz-Überlebende und Komitee-Präsidentin Umlauf sagte im Deutschlandfunk, sie halte ein Bemühen für ein Parteiverbot für dringend geboten . Sie appellierte explizit an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wüst. Der CDU-Politiker habe die Idee einer Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern angestoßen - nun müsse er dies auch umsetzen, betonte Umlauf. Sie erklärte, als Holocaust-Überlebende stehe sie auf der Seite der Demokratie. Eine rechtsextreme Partei gehöre nach ihrer Ansicht verboten.
Umlauf kommt heute zu einem Gespräch mit Wüst zusammen. Neben dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten forderten zuletzt auch die Vorsitzenden der SPD-Fraktionen im Bundestag, im Europäischen Parlament und in den Landtagen, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD zu bilden.
Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.