Dabei dürfte es unter anderem um die weitere militärische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA und um den angekündigten Abzug von US-Truppen aus Europa gehen. Die Grünen-Sicherheitspolitikerin Nanni
sagte im Deutschlandfunk
, hier brauche man endlich konkrete Zahlen, damit die NATO planen könne. Pistorius müsse hinter den Kulissen ein ernstes Wort mit den Amerikanern reden. Das traue sie ihm auch zu. Es gehe darum, so Nanni, "handfeste Ergebnisse" mit nach Hause zu bringen.
Pistorius besucht auf seiner Reise außerdem den Flugzeughersteller Lockheed Martin im Bundesstaat Texas. Dort nimmt er am Freitag den ersten von Deutschland bestellten Tarnkappenjet vom Typ F-35 in Empfang. Die neuen Kampfflugzeuge sollen in den kommenden Jahren die veraltete Tornado-Flotte der Luftwaffe ersetzen. Der Verteidigungsminister trifft sich außerdem in New York mit Vertretern der Vereinten Nationen, darunter UNO-Generalsekretär Guterres.
Washington will Truppen aus Europa abziehen
Seit Juli überprüft Washington die Präsenz seiner Truppen in Europa. Der Prozess ist auf sechs Monate angesetzt. Im Frühjahr hatten US-Präsident Trump und sein Verteidigungsminister Hegseth angekündigt, auch Truppen aus Deutschland abzuziehen. Dabei gab es widersprüchliche Angaben. Zeitweilig war die Rede von mindestens 5.000 Soldaten, die in wenigen Monaten aus Deutschland abgezogen werden sollten. Derzeit sind mehr als 37.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert.
Im Juni hatten Medien dann berichtet, dass auch die Anzahl der in Europa stationierten Kampfjets, Drohnen, Tankflugzeuge und Seeeinheiten analysiert und reduziert werden solle.
Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
