Dlf 20.08.2026
12:38 Uhr

Belgien - Behörden: "Kontrolle über Großbrand im Hohen Venn"


Der Großbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn ist unter Kontrolle. Die Behörden gehen davon aus, dass sich das Feuer nicht mehr ausbreitet, sofern das Wetter stabil bleibt und es nicht zu unvorhergesehenen Ereignissen kommt.

Belgien - Behörden:
Demnach konzentrieren sich die weiteren Löscharbeiten auf den östlichen Teil des Brandgebiets. Auch seien die Böden nahe der verbrannten Flächen weiterhin extrem heiß. Die gelöschten Flächen sollen mit Drohnen des Zivilschutzes überwacht werden, um ein erneutes Aufflammen zu erkennen. In Torfmooren wie dem Hohen Venn können Brände noch lange unterirdisch schwelen, auch wenn keine Flammen mehr zu sehen sind.
Der Brand im Hohen Venn war am vergangenen Freitag ausgebrochen. Bisher ist Vegetation auf einer Fläche von rund 30 Quadratkilometern verbrannt. Es ist damit der größte Waldbrand in Belgien seit 115 Jahren.
Einer Studie unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zufolge waren 2026 bislang mehr als halb so viel Hektar Fläche von Waldbränden betroffen wie im Durchschnitt der letzten 20 Jahre. Demnach könnte sich die Fläche im Vergleich zu heute um zwischen 40 und über 190 Prozent weiter steigern - je nach Ausmaß der Erderwärmung. Eine Simulation des Forschungsteams hinter der Studie ergab, dass die rund 40-prozentige Steigerung schon bei einer globalen Erderwärmung um etwa 1,8 Grad zu erwarten ist. Besonders betroffen davon wären demnach Mitteleuropa, weite Teile Westeuropas und der Mittelmeerraum.
Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.